3D Kino mit Avatar getestet
Im Dienst für unsere Gäste sind wir im Winter unermüdlich unterwegs, um interessante Aktivitäten und Ziele zu testen. Dabei lassen wir uns auch auf Abenteuer wie einen Film in 3D ein:

13.01.2010

Waren grad im Nittenauer 3D Kino .

Das ist optisch, was sowohl die statischen als auch dynamischen Bilder anbelangt: der Hammer!

Und der 3D-Effekt ist schon sehr mitreissend. Uns ist zwar hinterher ein wenig schlecht geworden, aber vielleicht ist das ja nur für alte Leute nix. Jedenfalls zuckt man ab und zu wirklich zusammen, wenn grad was geflogen kommt oder so ein nettes Drachentier seine Zähnchen knapp vor der eigenen Nase fletscht.

Die Welt, die dort "erschaffen" wurde und überaus detailreich dargestellt wird, hat echte Schönheiten an Pflanzen und Tieren, verblüffende Konstruktionen und Eigenschaften von Pflanzen. Die Balancierakte auf dem Baum des Lebens in schwindelnder Höhe sind atemberaubend. Und was man schlicht gerne mal hätte: Die Flugdrachen sind mitreissend. Davon träumt man dann. Und will auch einen.

Die Dialoge haben erstaunlich viel trockenen Witz. Und trotz der klar separierten Gut-Böse Verteilung gibt es philosophisch gar nicht ganz leere Sprüche wie: "Was hätten wir denn, was sie von uns wollen könnten? Alkoholfreies Bier oder Jeans brauchen sie nicht. Es gibt nichts, was sie von uns brauchen."

Über die Story sag ich hier nichts – ausser dass sie nicht schlechter ist als irgendein: Einer rettet die Welt und verliebt sich dabei – oder umgekehrt – Film. Jedenfalls hat sie uns beide nicht kalt gelassen.

Die Idee der "Zweitidentität" über den Avatar hat was.

Schön wäre, wenn die Kampfszenen nicht so großen Raum eingenommen hätten. Aber man kann ja leider nicht sagen, daß der Anteil unrealistisch wäre. So war die Welt oft und so ist sie immer noch. Da ist wohl eher das Ende des Film unrealistisch positiv. Schade – dass das unrealistisch ist.

Das größte Ärgernis war nicht die etwas simple Verteilung von Gut und Böse – das ist halt so in Märchen oder Fantasy, sondern die total überflüssige Raucherei der Wissenschaftlerin. Da hat wohl die Rauch-Mafia über einen Avatar in der Film-Mannschaft eingewirkt.

Der größte Schmerz war die Brille mit der scharfen Kante auf der Nase: Das ist eine unglaubliche Konstruktion: Im Nasenbereich ist das Plastikding (1,50 Euro) überall gerundet, nur exakt da, wo sie auf der Nase aufsitzt, ist sie messerscharf. Den Konstrukteur sollte man auf Pandora im Wald aussetzen.

 

Wir werden "entschärfte Brillen" für unsere Gäste bereithalten.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 16. Januar 2010 )
 
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